Pädagogischer Ansatz der Kita Don Bosco

Offene Arbeit mit Aktionsräumen

In einem Kindergarten mit offenen Gruppen haben die Kinder vielfältige räumliche Möglichkeiten, ihre Bedürfnisse eigenständig auszuleben. Die Gemeinschaftsformen erweitern sich und neue entstehen. Die Stammgruppe bleibt als Bezugsort erhalten und als sicherer Ausgangspunkt für die Entdeckung der Umgebung und der kindlichen Fähigkeiten. "

Quellenangabe: "Der offene Kindergarten in ev. Tageseinrichtungen für Kinder"

Raumgestaltung

In jedem Raum befindet sich ein (max. zwei) Funktionsbereich(e).

In unserem Kindergarten haben wir:

  • einen Raum für Rollenspiele,
  • einen U 3 Bereich
  • einen Raum zum Malen und Gestalten
  • einen Raum zum Bauen und für Regelspiele
  • und ein Bistro (Nachmittagssnack)
  • Weitere Funktionsbereiche bilden unser Außengelände
  • und der Bereich Bewegungsförderung, in der Fitnesshalle
  • ein Traumzimmer für Phantasiereisen, Mandela-Arbeiten und Entspannungsübungen
  • ein ABC-Raum zum Entdecken der Buchstaben
  • einen Experimentierraum
  • einen Werkraum für Holz-, Ton- und Stoffarbeiten

 

Material

In den Funktionsbereichen stehen den Kindern vielfältige Materialien zur Verfügung, z. B. Konstruktionsmaterial, Material zum kreativen Gestalten, Naturmaterialien, Verkleidungsutensilien, Schminke, verschiedene Spiele und Spielzeuge.

Die Kinder lernen dadurch vielfältige Materialien mit ganz unterschiedlicher Beschaffenheit kennen und erproben sie.

Die meisten Materialien sind den Kindern jederzeit frei zugänglich und es ist uns wichtig, dass alle Materialien für die Kinder selbstständig handhabbar sind.

Wir bieten den Kindern Materialien an, die vielseitig einsetzbar sind, um die Phantasie und Kreativität anzuregen

Stammgruppen

Unsere 4 Stammgruppen setzen sich wie folgt zusammen:

  • 3 Gruppen mit einer Altersgruppe von 3-6 Jahren
  • 1 Gruppe für die Altersgruppe U3

Diese Stammgruppen treffen sich täglich ab 8.55 Uhr zum Morgenkreis und ab 12.30 Uhr wieder in ihren Räumen. Nur die U3- Kinder treffen sich schon ab 11.30 Uhr. Die Mitarbeiterinnen der Stammgruppe bilden für neu aufgenommene Kinder den ersten Bezugspunkt im Kindergarten und machen sie mit ihrer neuen Umgebung bekannt. Durch die Aufrechterhaltung der Stammgruppen möchten wir den Kindern Orientierung ermöglichen und ihnen helfen, ein Gefühl von Sicherheit und Zugehörigkeit entwickeln zu können.

 

Angebote

Die Tagesangebote werden den Kindern am Morgen im Morgenkreis vorgestellt und die Kinder können sich partizipativ zu ihnen anmelden. (Mitbestimmung der Kinder)

Es gibt aber auch feste Kleingruppen, in denen Kinder an einem Projekt arbeiten oder weiterarbeiten. 

Im Wechsel bieten die Erzieher (in ihrem Funktionsbereich) ein pädagogisches Angebot an, das auch Bestandteil eines Projektes sein kann.

  • Diese Angebote richten sich nach den Interessen der Kinder, ihren Entwicklungsbedürfnissen und dem, was wir Erzieherinnen meinen, was Kinder im Kindergarten lernen sollten.
  • Die zeitliche Dauer der Angebote und die Anzahl der Teilnehmer werden durch die Erzieherinnen festgelegt.
  • Die Angebote sollen Bildung vermitteln (siehe Bildungsvereinbarung Punkt 4), Entwicklung fördern, Spaß machen und die Bildung von Interessengruppen unter den Kindern unterstützen.
  • Während der Angebotszeit sollen die Kinder sich intensiv mit einem Inhalt/ Material auseinandersetzen, ohne Ablenkungen in das Thema vertiefen können und die Möglichkeit erhalten forschend zu lernen und neue Kompetenzen zu entwickeln.
  • Unsere Angebote unterstützen die Kinder auf ihrem Weg zur Selbstständigkeit. Die Kinder erfahren Sachzusammenhänge, entwickeln ein konstruktives Arbeitsverhalten in der Gruppe und erlernen Tätigkeiten eigenständig und verantwortungsvoll auszuführen.
  • Die Kinder lernen in den Angeboten im Prozess, es muss nicht immer ein sichtbares Endergebnis geben.
  • Angebote können mehrmals wiederholt werden, damit jedes interessierte Kind teilnehmen kann und Kinder bei entsprechendem Interesse die Möglichkeit haben, mehrmals am gleichen Angebot teilzunehmen.

 

Freispiel

Was ist Freispiel?

Während der Freispielzeit hat jedes Kind die freie Wahl wo es spielen möchte (Ort), mit wem es spielen möchte (Spielpartner), womit es spielen möchte (Material) und was es spielen möchte (Inhalt). Begrenzt wird diese freie Wahl lediglich durch die im Kindergarten gültigen Regeln (z.B. wo können welche Tätigkeiten ausgeführt werden, wie kann ich Konflikte austragen, ...). Während des Freispieles setzt sich das Kind auf seine individuelle Weise mit seiner sozialen und materiellen Umwelt auseinander.

Wann findet Freispiel statt?

Freispiel findet im Kindergarten immer statt, mit Ausnahme der Zeiten für Morgen- und Abschlusskreis, Angebotszeit und Mittagessen.

Die pädagogischen Ziele des Freispieles:

Als "Akteur der eigenen Entwicklung" hat das Kind im Freispiel die Möglichkeit, die Erfahrungen zu machen, die es für seinen nächsten Entwicklungsschritt braucht. Jedes Kind kann seinen ganz individuellen Spielbedürfnissen folgen. Es erlebt sich als autonom und selbstständig, sein Selbstbewusstsein wird gestärkt, seine Identität kann sich entfalten. In der Spielgruppe wird das soziale Miteinander geübt und verschiedene Strategien zur Konfliktbewältigung können erprobt werden.

Die Funktion der Erzieherin im Freispiel:

Während des Freispieles begleiten wir Erzieherinnen das Spiel der Kinder. Wir bieten wenn nötig Hilfestellungen an oder geben neue Impulse. Wir stehen als Spielpartnerinnen zur Verfügung. Wir beobachten das Spielverhalten jedes einzelnen Kindes und entwickeln daraus Vorstellungen über seinen Entwicklungsstand und seine aktuellen Bedürfnisse und Interessen.

Beteiligung von Kindern:

Eingebettet in das Alltagsgeschehen bedeutet dies für uns, Kinder in möglichst viele Entscheidungsprozesse, die ihre Person betreffen, einzubeziehen und sie an vielem, was das alltägliche Zusammenleben betrifft, zu beteiligen. Kinder teilhaben zu lassen, bedeutet aber nicht, dass Kinder alles dürfen.

 

Räumlichkeiten

Der gesamte Kindergarten ist in verschiedene Bereiche gegliedert, die für die Kinder deutlich erkennbar unterschiedliche Funktionen haben. Jeder Bereich ist in sich ebenfalls deutlich erkennbar in kleinere Einheiten mit verschiedenen Spielmöglichkeiten gegliedert. Dadurch sind die Räume für die Kinder überschaubar, sie können sich gut orientieren und wissen schnell, wo sie welche Tätigkeit ausüben können. In diesen kleineren Einheiten finden die Kinder die Möglichkeit, einen Raum für sich, für ihre Spielgruppe zu haben, in dem sie ungestört agieren können.

Tagesablauf Kita-Kinder

Uhrzeit

Beschreibung

7.00 - 8.55 Uhr

Bringphase/Begrüßung und Eintrag in die Anwesenheitsliste, sowie Anmeldung zum Mittagessen beim Empfang.

7.30 - 11.00 Uhr

Freies Frühstück in den Gruppen.

 bis 8.00 Uhr

Freies Spiel im Flurbereich mit Tischspielen und Büchern

 ab 8.00 Uhr

Freies Spiel in allen Funktionsräumen

 9.00 Uhr

Konferenz in der Stammgruppe
Die Eingangstüre wird abgeschlossen

 9.20 - 11.30 Uhr

Freies Spiel in allen Funktionsräumen. Angeleitete Angebote in Kleingruppen

Donnerstags: Englisch für die Maxis

Donnerstags: Schwimmen für die Midis

 11.30 Uhr

Alle Kinder begeben sich in ihre Stammgruppe, Stuhlkreis

Spiel auf dem Außengelände

 12.00 - 13.00 Uhr

Abholphase der Kinder, die nicht über Mittag bleiben

12.30 - 13.15 Uhr

Mittagessen in der Stammgruppe

 13.15 - 14.00 Uhr

Ruhiges Spiel in den Stammgruppen

 bis 14.00 Uhr

Abholphase der Blockkinder (35 Std.)

 14.00 - 16.00 Uhr

Freies Spiel in allen Räumen möglich

 14.30 Uhr

Kleiner Snack (Äpfel, Nachspeisen vom Mittagessen)

 14.00 - 16.00 Uhr

Maxitreffen (Di. und Do)

 16.00 Uhr

Kindertagesstätte schließt

Religiöse Angebote

Wir sind eine katholische Einrichtung und  in der Trägerschaft der Stiftung St. Josef. Unser Glaube spiegelt sich im Kindergartenalltag wieder in Form von Gebeten, Erzählungen aus der Bibel, Gottesdiensten und Feiern im Kirchenjahr wie z.B. Weihnachten, Ostern, St. Martin.

  • Wortgottesdienst:
    Einmal im Monat (in der Regel der erste Mittwoch im Monat um 11:00 Uhr) gestalten wir einen Wortgottesdienst in der Pfarrkirche St. Nikolaus, an dem alle Kinder der Kita teilnehmen. So leben wir unsere christlichen Werte. Andere Glaubensgemeinschaften lassen wir gerne daran teilhaben und laden Sie dazu ein. Wer das nicht möchte, muss sein Kind zuhause halten. Unser Ziel ist es, den Kindern Glauben erfahrbar zu machen.Wir möchten die Kinder für religiöse Fragen sensibilisieren und Raum  geben, um mit ihnen gemeinsam nach Antworten suchen.
  • Oster- und Adventsstündchen:
    Auf spielerische Weise werden die Kinder durch die Wochen vor Weihnachten und Ostern geleitet. In kurzen Einheiten werden mit Legematerialien, Phantasiereisen und Gesprächsimpulse, durch Betrachten und Begreifen, sowie Liedern und Tänze alle Sinne angesprochen. So wird eine ganzheitliche Erfahrung dieser Feste möglich. Zentrale Gegensätze, Symbole und Figuren der jeweiligen Einheiten bieten die optische Verknüpfung und Erinnerung.
  • St. Martin:
    Es ist Tradition, dass wir das Fest zum hl. St. Martin feiern. Hier wird vorbereitend mit den Kindern die Geschichte des hl. Martin erzählt und dessen Werte erarbeitet. Wir basteln gemeinsam Laternen. Unser Martinsumzug endet am kleinen Martinsfeuer mit Glühwein und Kinderpunsch. 

Sprachförderung

Die Förderung soll alle Kinder erfassen

  • Migrantenkinder
  • Kinder, die zu Hause wenig sprachliche Anregung bekommen
  • Alle die sprachlich sehr gut entwickelt sind und ihren Hunger nach sprachlicher Bestätigung stillen müssen
  • Vorschulkinder als Vorbereitung für den Schriftspracherwerb
  • Kinder mit Sprachstörungen

Zur Erklärung: In  NRW werden alle Kinder, die in 2 Jahren schulpflichtig werden, daraufhin untersucht, ob ihre Sprachentwicklung altersgemäß ist und ob sie die deutsche Sprache hinreichend beherrschen.

 

Wie, Wann und Wo ?

Die gezielte Sprachförderung wird regelmäßig in Kleingruppen oder sogar einzeln durchgeführt. Diese Einheiten finden momentan alle 1 x pro Woche an einem Vormittag im ABC Raum statt.

 

Was?

  • Wortschatzerweiterung, Aussprache, Grammatik, Schulung der Mundmotorik, Hörwahrnehmung, Rhythmusfähigkeit, Sprachverständnis…
  • Das  geschieht zum Beispiel anhand von Bilderbuchbetrachtungen, Gesellschaftsspielen, Liedern, Reimen, Saug- und Pustespielen, Fingerspielen, Arbeitsblättern, Erzählrunden…
  • Sprachförderung im Kindergarten kann eine notwendige Sprachtherapie ergänzen, aber nicht ersetzen. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit Eltern und Logopäden besonders wichtig.

Offene Arbeit mit Aktionsräumen

In einem Kindergarten mit offenen Gruppen haben die Kinder vielfältige räumliche Möglichkeiten, ihre Bedürfnisse eigenständig auszuleben. Die Gemeinschaftsformen erweitern sich und neue entstehen. Die Stammgruppe bleibt als Bezugsort erhalten und als sicherer Ausgangspunkt für die Entdeckung der Umgebung und der kindlichen Fähigkeiten. "

Quellenangabe: "Der offene Kindergarten in ev. Tageseinrichtungen für Kinder"

Geburtstagsfeier

An seinem Ehrentag wird das Kind bei uns entsprechend gefeiert. In einem beleuchteten Rahmen im Flur wird ein "Steckbrief" mit Foto ausgehangen. Der Steckbrief informiert über Alter, Freunde, Lieblingsessen,

Das Kind darf sich an seinem Festtag eine Krone dekorieren, auf dem "Geburtstagsthron" sitzen, Ehrungen und ein Geschenk entgegennehmen. Das Geburtstagskind wählt aus der gesamten Einrichtung 11 Kinder aus, mit denen es gemeinsam feiern will. Nach Absprache mit den Eltern werden dazu Kuchen, Muffins, Eis oder ähnliches mitgebracht. Im Kreis darf sich das Kind dann noch die Spiele aussuchen.

 

Das Raumkonzept im Detail

Räumlichkeiten

Der gesamte Kindergarten ist in verschiedene Bereiche gegliedert, die für die Kinder deutlich erkennbar unterschiedliche Funktionen haben. Jeder Bereich ist in sich ebenfalls deutlich erkennbar in kleinere Einheiten mit verschiedenen Spielmöglichkeiten gegliedert. Dadurch sind die Räume für die Kinder überschaubar, sie können sich gut orientieren und wissen schnell, wo sie welche Tätigkeit ausüben können. In diesen kleineren Einheiten finden die Kinder die Möglichkeit, einen Raum für sich, für ihre Spielgruppe zu haben, in dem sie ungestört agieren können.

Entdeckerland

Spontan spielen Kinder ständig "Als - ob - Rollenspiele". Im Spiel werden die Erfahrungen der Erwachsenenwelt verarbeitet. Die Kinder wiederholen und erschaffen neue, eigene Wirklichkeiten, in deren Erleben Fantasie und Kreativität gefördert werden. Wechselnde Materialien regen zum Rollenspiel an:

  • Puppenecke: Vater - Mutter - Kind Spiele
  • Verkleidung hilft in die Rolle zu schlüpfen und sich zu identifizieren: Prinzessin, Polizist, …

Je nach Thema in Projekten oder jahreszeitlichen Schwerpunkten können einzelne Bereiche des Raumes umgestaltet werden.

 

Weitere Spielmaterialien im Entdeckerland:

  • Spiele die das logische Denken herausfordern
  • eine PC Ecke
  • eine "Schreibecke" - Beschäftigung mit Buchstaben (und Zahlen)
  • Möglichkeiten zum Ausmalen von Mandalas

 

Traumzimmer

Das Bedürfnis nach Ruhe und Entspannung ist nicht nur bei den älteren Kindern und Erwachsenen, sondern durchaus auch bei Kindergartenkindern vorhanden. Genau wie wir sind sie manchmal genervt, gereizt und angespannt. Dies entsteht durch Zeitdruck und Terminhetze und kann dann in Stress ausarten. Die Folgen können Konzentrationsstörungen, Schlafschwierigkeiten, Sprachauffälligkeiten, Unruhe und vieles mehr sein.

Wichtig ist es also, den Kindern auch am Tag Inseln der Ruhe zu schaffen, Räume (Traumzimmer), in die sie sich zurückziehen können, um dem Stress zu entfliehen. Erst wenn ein Kind ausgeglichen ist, kann es sich im kognitiven Bereich entwickeln.

Das Hinführen zur Stille ist unverzichtbar!

Sie ist ein wesentlicher Baustein zur ganzheitlichen Entwicklung eines Kindes. Ich verhelfe den Kindern im Traumzimmer in einer angenehmen Atmosphäre zu Ruhe- und Entspannungserlebnissen durch:

  • Fantasiereisen
  • Mitmachgeschichten mit Einheiten aus der Kinesiologie (diese Übungen helfen Stresssymtome zu vermeiden oder abzuschwächen)
  • Autogenes Training
  • Stille Übungen
  • Massagen ( verpackt in verständliche kindgemäße Verse und Geschichten )
  • Körperwahrnehmungsspiele
  • Atemübungen
  • Entspannung mit der Klangschale
  • Yogaeinheiten
  • Legen von Mandalas  …

Die Kinder sollen das Gefühl für ihren Körper und das, was ihnen gut tut kennen- und schätzen lernen. Ich möchte den Kindern " Hilfe zur Selbsthilfe" vermitteln und ihr Körperbewusstsein stabilisieren. Dadurch wird die Lebensfreude und Leistungsfähigkeit gestärkt und der Alltag mit Zufriedenheit gemeistert.

Labor

Das Labor bietet Raum zum selbstständigen Handeln.
Dabei stehen wechselnde Materialien zur freien Verfügung z.B.

  • Sanduhren - Gefühl für Zeit erfahren; schnell/langsam
  • Waage - entdecken der Unterschiede leicht/schwer
  • Elektrokasten: wie funktioniert ein Stromkreislauf?
  • Lupen: Spuren suchen; Details beobachten
  • Tierbeobachtung: Wie entsteht ein Leben? (vom Ei zum Vogel; von der Raupe zum Schmetterling)
  • Sand/Wasser: umfüllen, schütten, abmessen, Füllmengen erkennen

Ebenso wird der Raum für gelenkte Tätigkeiten genutzt:

  • Anleitung zum Experimentieren in Kleingruppen
  • Experimente zu den Elementen (Feuer, Wasser, Luft, Erde) und zu Fragen aus dem Alltag

 

Atelier

Hier befindet sich unser Kunstraum, in dem kleine Künstler selbstständig tätig werden können. Am Maltisch können die Kinder mit Bunt- und Wachsmalstiften nach eigener Fantasie kreativ werden. Hierbei wird die Stifthaltung, das Kennenlernen der Farben und die Konzentration gefördert. Die Kinder können dabei erlebte Situationen verarbeiten oder Muster erfinden bzw. vervollständigen. Beim  großflächigen Malen an der Staffelei erleben sie eine andere Perspektive des Malens.

Durch Ausprobieren der Farben mit dem Pinsel entstehen hierbei viele Mischfarben; dies erschließt neue Erfahrungen. Die Hand- Auge- Koordination wird dabei gefördert. Das freie Basteln ermöglicht den Kindern eigene Ideen umzusetzen. Sie lernen den richtigen Umgang mit Schere, Kleber und den verschiedenen Materialien (Papier, Pappe, Stoff usw.) und deren Eigenschaften kennen.

Bei angeleiteten Angeboten lernen sie verschiedene Techniken kennen und in einem begrenzten Zeitraum zu einem Ergebnis zu kommen. Weiterhin erleben sie, wie man beim Basteln aufeinander Rücksicht nehmen kann bzw. von Anderen Hilfe bekommt.  Ausdauer und Geschicklichkeit wird z.B. auch beim Weben und Sticken gefördert. Dadurch entwickeln die Kinder ein Selbstwertgefühl und sind auf ihre Ergebnisse stolz.  Besonders gerne werden von den Kindern Bilder aus Bügelperlen gefertigt. Hierbei wird der "Pinzettengriff" geübt, der zum Halten und Führen eines Stiftes wichtig ist.

Werkraum

Hier kann das Kind auch künstlerisch tätig werden, aber eben mit Materialien, die dem Kind im Atelier nicht zur Verfügung stehen, wie Stoff, Ton oder Holz. Das Kind kann und muss gelegentlich Kraft aufwenden um zum Ziel zu kommen, denn Holz und Ton wollen bearbeitet werden. Das Kind lernt so, seine Kräfte angemessen einzusetzen, sowie den sachgerechten Umgang mit Werkmaterialien und schult auch hier wieder Auge-Hand-Koordination.

Bei der Arbeit an der Maschine, sie es die Dekupiersäge oder die Nähmaschine ist Geschick und Ruhe gefragt. Hier schult das Kind sich im beobachten und umsetzen von Ideen und Fertigkeiten.

Spielekiste

Der Gruppenraum dient den Kleinstkindern als Basisstation bzw. Rückzugsort. Daher ist in diesem Raum eine geborgene Atmosphäre sehr wichtig. Im Gegensatz zu den anderen Funktionsräumen sind in der Spielekiste verschiedene altersentsprechende Materialien zum Kennenlernen vorhanden z.B.

  • Spielmaterial fürs Rollenspiel
  • Naturmaterialien
  • Alltagsmaterialien
  • Spielmaterial zum Gestalten, Bauen und Konstruieren

Für die jüngeren Kinder gibt es ihren Entwicklungsbedürfnissen entsprechende Bewegungsbereiche innerhalb der Räume z.B. niedrige Podeste mit schiefen Ebenen oder Kletterkombinationen.

Zusätzlich zum Gruppenraum haben die Kleinstkinder die Möglichkeit sich in Nebenräumen zurückzuziehen. Den jüngsten Kindern steht jederzeit ein geschützter Schlafplatz zur Verfügung.

Bauwerkstatt

In der Bauwerkstatt befinden sich Materialien der verschiedensten Art z.B. Bausteine aus Holz, Magnetsteine, Autos, Schleichtiere, Legosteine…

Auf Bauteppichen oder Podesten in verschiedenen Höhen haben die Kinder die Möglichkeit ihrer Fantasie freien Lauf zu lassen. Hier können sie nach eigenen Vorstellungen bauen und konstruieren. Erste mathematische Grunderfahrungen machen die Kinder ganz nebenbei im Spiel. Bausteine werden gezählt, nach Farbe oder Größe geordnet, Reihen und Türme gebaut.

Feinmotorik sowie Auge-Hand Koordination werden gefördert. Wer möchte, kann auch mit verschiedenen Materialien nach Anleitung bauen. Einen weiteren Schwerpunkt bieten Gesellschaftsspiele und Puzzle für alle Altersstufen. Kinder lernen beim gemeinsamen Spielen sich an Spielregeln zu halten. Auch erfahren sie einen angemessenen Umgang mit Sieg und Niederlage. Ausdauer und Konzentration werden in allen Bereichen gefördert. Je nach Situation und Interessen der Kinder wird das Spielmaterial auch ausgetauscht.

 

ABC-Raum

Matratzen, Decken und Kissen laden im ABC Raum zum gemütlichen Bücher anschauen oder auch einfach nur zum Ausruhen ein. Durch Bücher werden die Kinder angeregt, miteinander ins Gespräch zu kommen; der Wortschatz wird so erweitert.

Auch hat man hier die Möglichkeit sich in einer Kleingruppe zurückzuziehen, um z.B. ein Gesellschaftsspiel in ruhiger Atmosphäre zu spielen. Im ABC Raum findet man auch eine Vielzahl von Materialien zur Förderung der Sprache, denn hier findet auch die Sprachförderung statt.

 

Außengelände

Unser großes, ruhig gelegenes Außengelände bietet den Kindern ein vielfältiges Betätigungs- und Lernangebot. Neben großen Sandbereichen finden Klettergeräte, Rutsche und Schaukel ihren Platz.

An heißen Sommertagen ist die Wassermatschanlage ein "Kindermagnet". Weite Flächen fordern dazu auf, die verschiedenen Fahrzeuge auszuprobieren. Im Winter nutzen die Kinder gerne den Hang für ihre "Poporutscher". Ein kleiner Garten läd ein, die Natur und das Wachstum der Nutzpflanzen mit allen Sinnen zu genießen. Weidentunnel, Büsche und Sträucher bieten diverse Rückzugsmöglichkeiten.

Im vorderen Bereich wird unterhalb des Anbaus ein Spielplatz für die U3-Kinder angelegt, den man durch den Gruppenraum der U3-Gruppe leicht erreichen kann. Er bietet den Kindern altersgerechte Außenspielgeräte, sowie einen großen Sandkasten mit Matschbereich und Bewegungsfläche. Ein kleiner Blumengarten lädt zum beobachten der heimischen Insektenwelt ein.

Fitnesshalle

Die Freude an Bewegung steckt in jedem Kind, deshalb sind Bewegungsangebote ein fester Bestandteil unserer Einrichtung. Wir gehen (fast) täglich mit einer festen Kleingruppe in die Fitnesshalle. Dort werden unter anderem verschiedene Bewegungsbaustellen zum klettern, hüpfen, springen und balancieren aufgebaut  oder angeleitete Bewegungseinheiten (z.B. mit dem Ball, Rollbrettern, …) angeboten.

Dadurch werden die Sinne geschult und die Kinder lernen ihren Körper einzuschätzen, sich mit Gefühlen, wie Angst, Mut und Macht auseinander zu setzen. Sie können ihre Grenzen stets neu erproben und sich und ihre Fähigkeiten kennen lernen. Auch Selbstvertrauen und Selbstbewusstsein werden hier gefördert. Unser vielfältiges Material (Bälle, Seilchen, Matten, Rollbretter, Fahrzeuge, Rutschen, u.v.m.) mit unterschiedlichen Aufforderungscharakter regt zu immer neuen Spielen an.

Der Raum bietet genügend Platz zum Laufen, tanzen, toben und Fußball spielen. Die Kinder können und sollen eigene Ideen mit einbringen, selbst entscheiden in wieweit sie mitmachen, pausieren oder lieber erstmal zuschauen wollen. Falls es der Tagesablauf zulässt, dürfen die Kinder die Fitnesshalle auch zum freien Spiel nutzen (keine festen Gruppen). Im Fitnessraum finden außerdem bei Bedarf Elternabende, verschiedene Feste und Feiern sowie unser gemeinsames "Singen ins Wochenende" (Eltern zum Mitsingen sind herzlich eingeladen) statt.

Hier geht´s weiter in unseren Informationsbereich zur U3-Betreuung

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