Bevor der Kindergarten für unsere "Neulinge" beginnt, bieten wir die Gelegenheit für sogenannte "Schnuppertage". Diese Aktion findet kurz vor den Sommerferien statt und ermöglicht einen ersten Einblick in die Kindergartenwelt. Ein erster Kontakt zu den Erziehern, ein erstes Kennenlernen der Räumlichkeiten und Kinder soll den Kita-Beginn erleichtern.

Aber auch unsere Jüngsten werden schon sanft in ihre neuen Gruppen eingewöhnt. Sie wechseln ja meist nach einem Jahr in den offenen Bereich und haben im Laufe ihres Kindergartenjahres immer wieder die Möglichkeit in den offenen Bereich hinein zu schnuppern, werden zu Spielen, Bau- oder Bastelarbeiten in die offenen Gruppen begleitet und innerhalb der eigenen U3-Gruppe dazu motiviert.

In den letzten Tagen vor den Sommerferien wird für die U3-Kinder ein Abschiedsfest gefeiert, am darauffolgenden Tag wird die U3-Gruppe dann komplett geschlossen und die Gruppenerzieher teilen sich mit ihren Schützlingen in die zukünftig neuen Gruppen auf und verleben ihre letzten "U3-Gruppentage" dort. Die Kinder lernen so ihre neuen Erzieher sowie die Gruppenabläufe der neuen Gruppe näher kennen. Nach den Sommerferien beginnen sie ihren Alltag in den neuen Gruppen. Sie haben auch dann immer die Möglichkeit ihre alte Gruppe zu besuchen.


 

Eingewöhnungszeit

Die neuen Kinder brauchen Zeit, um Vertrauen zu ihren Erziehern aufzubauen. Je nach Persönlichkeit und Vorerfahrungen fällt dies sehr unterschiedlich aus.

In Absprache mit den Erziehungsberechtigten versuchen wir, einen schrittweisen Ablöseprozess durchzuführen, bei dem die Dauer der Trennungszeit kontinuierlich gesteigert werden kann.

Wir arbeiten dabei mit dem Konzept
 "5 Schritte bei der Eingewöhnung nach dem Berliner Eingewöhnungsmodell n
ach Infans"

 

1. Der erste Kontakt: Das Aufnahmegespräch:

Das Aufnahmegespräch ist der erste ausführliche Kontakt zwischen Eltern und Bezugserzieher. Im Mittelpunkt steht dabei das Kind mit seinen Bedürfnissen und die Eingewöhnung des Kindes in die Krippengruppe.

 

2. Die dreitägige Grundphase:

Ein Elternteil kommt drei Tage lang mit dem Kind in die Einrichtung, bleibt ca. 1 Stunde und geht dann mit dem Kind wieder. In den ersten drei Tagen findet kein Trennungsversuch statt. Der Elternteil verhält sich passiv, schenkt aber dem Kind volle Aufmerksamkeit - der Elternteil als sichere Basis. Der Erzieher nimmt vorsichtig Kontakt auf und beobachtet die Situation. (Mitnahme des "Übergangsobjektes")

 

3. Erster Trennungsversuch und vorläufige Entscheidung über die Eingewöhnungsdauer:

Der Elternteil kommt am vierten Tag mit dem Kind in die Einrichtung, verabschiedet sich nach einigen Minuten klar und eindeutig und verlässt den Gruppenraum für ca. 30 Minuten, bleibt aber in der Nähe.

Variante 1: Kind bleibt gelassen oder weint, lässt sich aber rasch von dem Erzieher trösten und beruhigen und findet nach kurzer Zeit zurück in sein Spiel.

-> Kürzere Eingewöhnungszeit in der Stabilisierungsphase

Variante 2: Kind protestiert, weint, und lässt sich von dem Erzieher auch nach einigen Minuten nicht trösten bzw. fängt ohne ersichtlichen Anlass wieder an zu weinen

-> längere Eingewöhnungszeit in der Stabilisierungsphase

 

4. Stabilisierungsphase:

Kürzere Eingewöhnungszeit
5. + 6. Tag langsame Ausdehnung der Trennungszeit, erste mögliche Beteiligung beim Füttern und Wickeln und Beobachtung der Reaktion des Kindes; Elternteil bleibt in der Einrichtung.

 

Längere Eingewöhnungszeit
5. - 6. Tag Stabilisierung der Beziehung zum Erzieher; erneuter Trennungsversuch frühestens
am 7. Tag; je nach Reaktion des Kindes Ausdehnung der Trennungszeit oder längere Eingewöhnungszeit (2-3 Wochen).

 

5. Schlussphase
Der Elternteil hält sich nicht mehr in der Einrichtung auf, ist aber jederzeit erreichbar. Die Eingewöhnung ist dann beendet, wenn das Kind sich schnell von dem Erzieher trösten lässt und grundsätzlich in guter Stimmung spielt.



Hier finden Sie alle Informationen zur Elternarbeit auf einen Blick

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