Bildungsauftrag nach KiBiz

Bildungsvereinbarung und Bildungsauftrag

Kindertageseinrichtungen arbeiten nach dem Kinder- Bildungs- Gesetz (KiBiz) und haben neben dem Auftrag zur Betreuung, Förderung und Erziehung von Kindern im Elementarbereich auch einen eigenständigen Bildungsauftrag. Diese Vereinbarung gilt für alle Tageseinrichtungen in NRW, in Kraft getreten am 1. 8. 2003. Die Bildungsvereinbarung sagt inhaltlich aus, dass alle Kinder ein Recht auf Förderung und Bildung haben. Grundlagen der Bildungsarbeit sind die beobachtende Wahrnehmung der Kinder und Kontinuität der kindlichen Bildung.

Unser Bildungsziel ist es, die Kinder in allen ihren möglichen Entwicklungsbereichen zu fördern und zu fordern.

Bildungsbereiche sind:

  • Bewegung
  • Spielen und Gestalten
  • Sprache
  • Natur und kulturelle Umwelt
  • Persönlichkeitsentwicklung und Sozialverhalten
  • Religion und Ethik

 

Schwerpunkt integrative Arbeit

Jeder Mensch hat das Recht, innerhalb seiner Gemeinschaft alle seine Fähigkeiten so entwickeln zu können, dass es ihm auch später möglich ist, sozial integriert und nicht am Rande dieser Gesellschaft zu leben. Ziel der Integration ist es, dass alle Kinder gemeinsam aufwachsen können.

In unserer Einrichtung können zur Zeit bis zu 5 Kindern mit Beeinträchtigungen aufgenommen werden. Diese werden von einer zusätzlichen Fachkraft (Erzieherin) betreut.

Wir kooperieren mit zusätzlichen medizinischen Fachdiensten.  Dabei  handelt es sich um Physiotherapeuten, Logopäden, Ergotherapeuten u.s.w.

Wir arbeiten nach dem offenen Ansatz, das heißt, den Kindern stehen täglich ein sehr großes Angebot an Spielmaterialien und Spielmöglichkeiten zur Verfügung.

Für Kinder mit einer Wahrnehmungsstörung, wie der Störung der sensorischen Integration (Störung der Sinnesverarbeitung) ist unser offener Ansatz jedoch nicht geeignet. Diese Kinder sind überfordert mit der sich ihnen bietenden "Strukturlosigkeit", den ständig wechselnden Spiel- und Gruppenpartnern, den vielen Möglichkeiten zu spielen und dem Überangebot an Spielmaterialien, die sie zur Verfügung haben. Aus unserer Erfahrung raten wir in diesem Fall zu einem kleineren Kindergarten mit anderem pädagogischen Ansatz.

Partizipation in der Kita

Begriffsdefinition:

Partizipation heißt "Teilhabe", die Beteiligung, Teilnahme und Teilhabe an Abläufen. Weiter kann Partizipation mit demokratischen Prinzipien und Erziehung Stilen, Handlungsfähigkeit, Selbstständigkeit, Reflexivität, Verantwortungsfähigkeit" beschrieben werden.

Partizipation von Kindern und Jugendlichen ist die verbindliche Einflussnahme von Kindern und Jugendlichen auf Planungs- und Entscheidungsprozesse von denen sie mittel- oder unmittelbar betroffen sind. Wobei Formen und Methoden der Partizipation dem jeweiligen Alter und Entwicklungsstand der Kinder und Jugendlichen anzupassen sind.

Begründung der Partizipation im Gruppenalltag:

Kibiz §13 Absatz 4:" Die Kinder wirken bei der Gestaltung des Alltags in der Kindertagesstätte ihrem Alter und ihren Bedürfnissen entsprechend mit."

Anhand von folgenden Beispielen spiegelt sich Partizipation in unserer Arbeit wieder:

  • Geburtstag: Geburtstagsgäste für den Geburtstagstisch aussuchen - Spiele, Lieder u.s.w.    

    aussuchen……

  • Kinderkonferenzen: Konflikte lösen- Gefühle äußern - Regeln besprechen…..
  • Stuhlkreise: Zeit haben für regelmäßigen Austausch.
  • Essen planen:  den Essenplan für die Woche zusammen stellen

 

Bildungsdokumentation

Für jedes Kind wird eine Bildungsdokumentation erstellt. Dazu wird das Kind kontinuierlich beobachtet und diese Beobachtungen im Hinblick auf Stärken und Fähigkeiten, sowie Vorlieben und Förderungsmöglichkeiten schriftlich festgehalten. Wir richten uns nach dem Gelsenkirchener Entwicklungsbegleiter. Dieser Entwicklungsbogen wird am Ende der Kindergartenzeit in den Entwicklungsordner der Kinder abgeheftet und den Eltern mit nach Hause gegeben.

In regelmäßigen Elterngesprächen werden Beobachtungen der Eltern und der Erzieher ausgetauscht und gemeinsame Handlungsweisen abgesprochen. Für die Kinder unter 3 Jahren wird ein gesonderter Entwicklungsbogen angelegt und die Kinder bei der Erstellung nach ihren Möglichkeiten mit einbezogen. In Verbindung mit den Bildungsdokumentationen finden im Jahr mehrfach Elterngespräche statt. Schon vor Aufnahme in unserer Einrichtung erhalten die Eltern die Möglichkeit die Räumlichkeiten, das Personal und unser pädagogisches Konzept kennenzulernen.

Die Eltern haben jederzeit die Möglichkeit nach Absprache mit den Erziehern im Kindergartenalltag zu hospitieren. Um über die Tür- und Angelgespräche hinaus einen regelmäßigen Austausch zwischen Elternhaus und Kindergarten zu gewährleisten findet ein erstes Elterngespräch nach der abgeschlossenen Eingewöhnungszeit (ca. 6-8 Wochen) statt. Zum Start erhalten die Kinder einen Din A 4 Ordner in dem gesammelte Werke der Kinder, Fotos … über die ganze Kindergartenzeit abgeheftet werden.

Wir richten uns bei den Kindern nach den Vorlagen des Herder-Verlags "Kompetent beobachten" sowie dem Entwicklungsbegleiter des Cornelsen-Verlags "Entwicklungsbeobachtung und Dokumentationsvorlage EBD 24-48 und 48-72 Monate".

Hier finden Sie Informationen zur Ernährung in unserer Kita

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